dr. med. miriam bachmann
fachärztliche privatpraxis für kinder- und jugendpsychiatrie und –psychotherapie


Eine besondere Begabung ist ein Geschenk, eine Ressource für das Individuum und die Gesellschaft. Bei der Feststellung einer Hochbegabung sind nicht nur der Intelligenzquotient (IQ >=130) sondern viele andere Einflussfaktoren zu berücksichtigen (modifiziertes Begabungsmodell nach Bachmann, 2005 [pdf]). Bei genauer Betrachtung ist die Antwort auf die Frage „Wann ist ein Mensch besonders begabt oder hochbegabt?“ schwierig. Zählt nur der IQ? Wie lautet die Antwort, wenn ein Kind ehemals als hochbegabt getestet wurde, aber seit langer Zeit schlechte Schulnoten erhält? Was ist bei Inselbegabungen (sportliche oder musikalische Hochbegabung) zu berücksichtigen? Wann liegt eine Unterforderung, wann eine Überforderung vor? Heißt „Hochbegabung“ auch „hohe Leistungsfähigkeit“? Und vor allem: heißt „Hochbegabung“ auch „Glück, Erfolg, Zufriedenheit“?
Leider nicht. Es gibt viele besonders und hochbegabte Menschen, die es leichter als ihre Altersgenossen haben. Es gibt jedoch auch viele, die sich rechtfertigen müssen, ob ihrer Andersartigkeit. Die von Rivalität, Missgunst und Mobbing betroffen sind. Die ihre Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr zeigen können. Kinder, die in der Schule mit Verhaltensauffälligkeiten, wie Konzentrationsstörungen oder motorischer Unruhe reagieren. „Klassenclown – Störenfried – Nervensäge“: Das müssen sich die Betroffenen leider oft anhören. Manche leiden unter psychosomatischen Störungen (z. B. Kopf- oder Bauchschmerzen), schlafen schlecht und wirken traurig.

Eine genaue Diagnostik ist wichtig. Stärken und Schwächen müssen erkannt werden. Dann ist eine angemessene Beratung und Förderung möglich und das seelische Wohlbefinden kann (wieder-) hergestellt werden.

 

Das hochbegabte Kind
Warum Potential nicht immer in Performanz umgesetzt wird

Öffentlicher Vortrag von Dr. Miriam Bachmann 7.2.2013 pdf (Handout)

 

 

   
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